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Organisatorische Massnahmen

Die organisatorischen Vorkehrungen wie Messstellen, Frühwarnsysteme, Notfallplanung und Signalisationen ermöglichen den Behörden und Einsatzkräften die rechtzeitige Einleitung anderer organisatorischer Massnahmen im Ereignisfall. Dazu gehören die Warnung und Alarmierung der Bevölkerung sowie die gezielte, schadenmindernde Intervention durch Evakuation, Sperrungen oder auch mobile Schutzmassnahmen.

Die organisatorischen Massnahmen können nur erfolgreich sein, wenn ...

  • die notwendigen Informationen zeitgerecht verfügbar sind.
  • alle Beteiligten erreichbar sind.
  • alle Beteiligten ihre Aufgabe kennen und beherrschen.
  • das benötigte Einsatzmaterial zeitgerecht verfügbar ist.

Interventionskräfte sind deshalb immer häufiger bereits vor einem Ereignis tätig: Sie beobachten Gewässer, montieren mobile Hochwasserschutzsysteme oder sperren Verkehrswege.

Messstellen, Frühwarnsysteme und Signalisationen

Reissleinenschalter als Element einer Murgangüberwachung im Spreitgraben bei Guttannen; Quelle: Oberingenieurkreis 1

Bild vergrössern Reissleinenschalter als Element einer Murgangüberwachung im Spreitgraben bei Guttannen; Quelle: Oberingenieurkreis 1

Dank der Kenntnisse in der Prozessdynamik sowie der weit entwickelten Sensor-, Kommunikations- und Informationstechnik stehen heute für viele Gefahrenprozesse zweckmässige Frühwarnsysteme zur Verfügung.
Frühwarnsysteme bestehen aus technischen Überwachungskomponenten (z. B. Abflussmessgerät, Reissleinen), welche einen Alarm auslösen können. Dieser wird entweder den Sicherheitsverantwortlichen übermittelt wird oder löst direkt Ampeln, Blinklichter oder Sirenen aus.

permanentes Messnetz im Kanton Bern

Automatische Ampelschaltung zur Strassensperrung durch Murgang-Frühwarnsystem an der Grimselstrasse; Quelle: Oberingenieurkreis 1

Bild vergrössern Automatische Ampelschaltung zur Strassensperrung durch Murgang-Frühwarnsystem an der Grimselstrasse; Quelle: Oberingenieurkreis 1

Notfallplanung

Es genügt nicht, ein Naturgefahrenereignis frühzeitig zu erkennen. Es muss auch klar sein, welche Massnahmen ergriffen werden sollen. Informationen zu dieser Notfallplanung finden Sie im Bereich Ereignisbewältigung.

 

Warnung und Alarmierung

Der Ablauf von der Warnung bis zu Alarmierung (Aufbieten der Interventionskräfte) gilt es "in Friedenszeiten" für den Ereignisfall zu organisieren. Informationen zur Warnung und Alarmierung finden Sie im Bereich Ereignisbewältigung.

Evakuationen und Sperrungen

Strassensperrung wegen Lawinengefahr, Grimselpassstrasse oberhalb Guttannen; Quelle: Oberingenieurkreis 1

Bild vergrössern Strassensperrung wegen Lawinengefahr, Grimselpassstrasse oberhalb Guttannen; Quelle: Oberingenieurkreis 1

Evakuationen und Sperrungen sind mögliche Massnahmen um bei akuter, jedoch befristeter Gefährdung sicherzustellen, dass sich während dieser Zeit weder Menschen noch Tiere in den gefährdeten Gebieten aufhalten.
Der Entscheid für eine Evakuation oder Sperrung stellt eine äusserst anspruchs- und verantwortungsvolle Aufgabe für die Sicherheitsverantwortlichen dar.


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