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Prozess Hangmure

Hangmuren sind rasch abfliessende Gemische aus Wasser, Erde, Schlamm und Gestein, die vor allem nach intensiven Niederschlägen auftreten. Sie entstehen meist in steilen Hängen und können grosse Schäden an Siedlungen, Verkehrswegen und Infrastruktur verursachen.

Allgemeine Informationen

Um die Wahrscheinlichkeit von Hangmuren zu bestimmen, sind folgende Fragen entscheidend:

1. Die Auslösung: Wo und wie beginnt es?
2. Der Ablauf: Welchen Weg nimmt die Hangmure?
3. Das Resultat: Wie wahrscheinlich ist ein Ereignis?

 

Detailinformationen für Fachleute

Ziel des Pilotprojektes ist die Umsetzbarkeit der Probabilistischen Modellierung auf den ganzen Kanton zu testen. ProBE Hangmuren gliedert sich in mehrere Teilprojekte, welche sich den unterschiedlichen Aspekten von spontaner, flachgründiger Rutschungen widmen. 

Anderer Blickwinkel: Vom Szenario zur Gefährdung

ProBE setzt auf einen probabilistischen Ansatz, was in der Meteorologie oder der Versicherungsbranche bereits etabliert ist.

Die konventionelle Gefahrenbeurteilung beschreibt z.B. das 300-jährliche Ereignis: Der im statistischen Mittel alle 300 Jahre massgebende Block und dessen zu erwartende Sturzbahn, Reichweite und Intensität.

Die probabilistische Gefahrenkarte beschreibt für einen bestimmten Ort, welche Intensität im Mittel bspw. alle 300 Jahre (300-jährlicher Treffer) durch Sturzereignisse zu erwarten ist.

Dadurch ändert sich der Fokus von dem Szenario zur Gefährdung: der konkreten Gefahr an einem Ort. Dies hat viele Vorteile, unter anderem ist die Unsicherheit quantifizierbar, die räumliche Auftretenswahrscheinlichkeit bereits berücksichtigt und auch wenig wahrscheinliche Ereignisabläufe sind – mit entsprechender Gewichtung – berücksichtigt.

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