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ProBe verspricht einheitliche Grundlagen

Das Amt für Wald und Naturgefahren (AWN) des Kantons Bern erarbeitet aktuell in einem Projekt verbesserte Grundlagen, um Gefahren und Risiken flächendeckend beurteilen zu können.

Risiken durch Naturgefahren beurteilen Fachpersonen unter anderem mithilfe von Berechnungen, die zeigen, welche Ereignisse in welcher Häufigkeit zu erwarten sind. Das Produkt, das aus dem Projekt «Probabilistisch modellierte Beurteilungsgrundlagen für den Kanton Bern ProBE» hervorgehen wird, beruht auf wahrscheinlichkeitsbasierten Modellierungen. Es umfasst einen über den gesamten Kanton einheitlichen Datensatz, den Fachbüros nutzen können, etwa um Gefahrenkarten zu erstellen. Dabei bleibt die gutachterliche Beurteilung ein unabdingbares Element. Das AWN setzt auf die Fachbüros als zentrale Akteure in allen Beurteilungsprozessen.

Die gutachterliche Beurteilung durch Fachbüros ist auch in Zukunft zentral. 

Im neuen Verfahren werden jeder Modellierung Wahrscheinlichkeiten zugeordnet. So lässt sich eine breite Variation von Ereignissen abbilden, ohne weniger wahrscheinliche zu stark zu gewichten. 

Die künftigen Beurteilungsgrundlagen ermöglichen, flexibel auf unterschiedliche Bedürfnisse zu reagieren und passende Produkte bereitzustellen, zum Beispiel kantonale Risikoübersichten oder rohe Intensitätskarten.

Projekthintergrund

Das Projekt ist ein Pioniervorhaben: Das Ziel ist klar, der Weg teils noch ungewiss. Die angewendete Methodik wurde im Rahmen eines Vorprojekts entwickelt. Dies im Auftrag der Präventionsstiftung der kantonalen Gebäudeversicherungen. 

Um zu prüfen, ob sich die Methodik flächendeckend im gesamten Kanton umsetzen lässt, hat das AWN ein Pilotprojekt zum Prozess Hangmuren gestartet. Pilotprojekte zu weiteren Prozessen wie Lawine und Sturz sind vorgesehen.

Das aktuelle Pilotprojekt zu Hangmuren umfasst mehrere Arbeitspakete, die in der Grafik ersichtlich sind:

ProBE – Projektorganisation und Arbeitspakete.

Webinarreihe

Aus dem Vorprojekt ist eine Webinarreihe entstanden. Die Webinare führen in das Konzept der probabilistischen Modellierung ein und zeigen die konkrete Umsetzung für die Prozesse Sturz, Lawine und Hangmure an einem Beispiel in der Gemeinde Adelboden. Und sie geben Einblick in das aktuelle Pilotprojekt Hangmuren.

Möchten Sie die Grundzüge der Methodik kennen lernen oder mehr über die Anwendung der probabilistischen Modellierungen erfahren? Dann nehmen Sie gerne an den Webinaren teil; es braucht keine Anmeldung.

Die Webinare finden jeweils von 12.15 – 13.15 Uhr statt.

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